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Bergwiesen im Hohen Fichtelgebirge

Blütenreiche Wiese in Grassemann
Waldläusekraut
Coburger Füchse
Arnika
Borstgrasrasen Vordorfermühle
Begehung des zu kartierenden FFH-Gebietes "Bergwiesen südliches Fichtelgebirge" mit Grundeigentümern, Fachbehörden, der Landwirtschaft und der Kommune im Juli 2009.

In Nagel, Meierhof, Ebnath, Fichtelberg, Bischofsgrün, Kornbach etc. finden sich extensiv genutzte Bergwiesen als wertvolle Landschaftselemente unserer Mittelgebirgslandschaft. Sie kommen teilweise auch in der für das Fichtelgebirge charakteristischen Ausprägung mit Bärwurz vor. Bärwurz ist eine weißblühende, alte Gewürz- und Heilpflanze. Geflecktes Johanniskraut, Schafgarbe,  Blutwurz, Klappertopf, Margerite und Rundblättrige Glockenblume prägen das Bild von kräuter- und blütenreichen Wiesen mit maximal zweischüriger Nutzung und nur geringer Düngung.

Bestandsbildende Gräser sind das aromatische Ruchgras, der Rotschwingel, das Rot-Straußgras und der Goldhafer. Oft sind Übergänge der Mähwiesen zu artenreichen Borstgrasrasen mit Arnika, Dreizahn und Waldläusekraut vorhanden, die nach der Natura 2000 Richtlinie der EU einen besonderen Schutz geniessen. In feuchte Senken finden sich Flachmoorreste, aber auch kleinflächig Übergangs- und Schwingrasenmoore. Bergwiesen und Feuchtflächen finden sich in den Rodungsinsel des Hohen Fichtelgebirges, wo die Landwirtschaft immer grenzwertig war. Die kleinparzellierten Grundstücke gehören vielen Eigentümern. Die Landwirtschaft und Viehhaltung begleitete das Handwerk und Industriearbeit zur Selbstversorgung, Vollerwerbsbetriebe mit intensiven Ackerbau fanden durch das rauhes Klima, skelettreiche, saure Böden und und zahlreiche Quellen kaum eine Entwicklung.

Heute haben hier die Unteren Naturschutzbehörden und die Landschaftspflegeorganisationen viele Partner. Zahlreiche Flächen in den hohen Rodungsinseln sind über das Vertragsnaturschutzprogramm des Bayerischen Umweltministeriums gefördert, die Landschaftspflege stellt verbuschte Fläche frei und fördert die Erstpflege. Nicht wenige Bewohner der Bergwiesen-Gemeinden haben Pferde, Schafe, Rinder und Ziegen und tragen mit ihrer Tierhaltung zu einer offenen, artenreichen Kulturlandschaft bei.  

 



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