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Froschkraut (Luronium natans)

Anfang der 80er Jahre wurde in einem extensiv genutzten Fischteich eine kleine, schneeweiße Pflanze entdeckt, die für den Naturraum ungekannt war.

Der Pflanzenexperte Willi Jackwert zog den Biologen Dr. Johannes Merkel, Regierung von Oberfranken, zu Rate und beide bestimmten die Teichpflanze mit den rundlichen Oberflächenblättern als das Froschkraut. Damit war eine in Oberfranken verschollen geglaubte Pflanze wiederentdeckt. Bis heute steht die Pflanze als sehr gefährdete Art auf der Roten Liste 1 in ganz Bayern, wir haben im Fichtelgebirge den derzeit einzigen bekannten Standort.

Durch Fischnutzung und Nährstoffeinträge aus den Nachbargewässern -die Bedeutung der Pflanze war den Grundeigentümer erst langsam zu vermitteln -  verschwand das wertvolle Vorkommen für etliche Jahre. Heute ist der Teich für Naturschutzzwecke gepachtet und in den pflegenden Händen von Willi Jackwert, dem es durch intensive Bemühungen und genaue Beobachtungen gelang, einen derzeit stabilen Bestand aufzubauen.

Der Lebensraum für das pflanzliche Kleinod sind flache Teiche mit Sand- oder Schlammboden, auf Nährstoffeinträge reagiert die Pflanze sehr empfindlich. Die Lichtpflanze ist damit Zeigerpflanze für besonders stickstoffarmen Standorte.

Sie gehört zu den aufgelisteten Pflanzen des Europäischen Naturerbes, wir haben eine besondere Verantwortung für ihren Lebensraum.

 

Blühendes Forschkraut Foto: W.Jackwert


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