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GebietsbetreuungIn vielen anderen Ländern ist es längst selbstverständlich, dass sich so genannte "Ranger" hauptamtlich um den Schutz besonders wertvoller oder gefährdeter Naturgebiete kümmern. Ebenso gibt es seit 1971 in den Bayerischen Nationalparken eine hauptamtliche Naturschutzwacht. Außerhalb der Nationalparke übernehmen in Bayern so genannte Gebietsbetreuer deren Aufgaben. Hauptaufgaben der Gebietsbetreuer in Bayern
Seit 1. Mai 2008 hat der Naturpark Fichtelgebirge als eines von 30 Gebieten in Bayern erstmals einen hauptamtlichen Gebietsbetreuer: Ronald Ledermüller, Dipl.-Ing. Forstwirtschaft (FH) und MBA Regionalmanagement, kümmert sich seitdem in erster Linie um den Schutz der vom Aussterben bedrohten Auerhühner im Fichtelgebirge und um eine Verbesserung des Monitorings für den Luchs. Darüber hinaus vermittelt der Gebietsbetreuer Einheimischen und Gästen bei Führungen und Vorträgen, wie wertvoll und deshalb schützenswert die Natur im Fichtelgebirge ist und was es hier für Besonderheiten zu Entdecken gibt (s. Veranstaltungen). Eine besondere Zielgruppe dabei sind Kinder- und Jugendgruppen sowie Schulklassen und Kindergärten. Durch Pressearbeit, Informationsbroschüren und Ausstellungen wird die Öffentlichkeitsarbeit verstärkt. Durch die enge Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Nutzergruppen wird versucht, Konflikte mit den Zielen des Naturschutzes möglichst bereits im Vorfeld zu vermeiden. Die Gebietsbetreuerstellen in Bayern werden zum überwiegenden Teil von der Europäischen Union und dem Bayerischen Naturschutzfonds gemeinsam mit den örtlichen Trägern finanziert. Kontaktadresse: Naturpark Fichtelgebirge Gebietsbetreuer Ronald Ledermüller Jean-Paul-Str. 9 95632 Wunsiedel Tel.: 09232 / 80-543 Fax: 09232 / 809-543 E-Mail: ronald.ledermueller@landkreis-wunsiedel.de
Video Auerhahn im Fichtelgebirge
Naturpark-Gebietsbetreuer Ronald Ledermüller hatte in diesem Frühsommer seltenes Glück. Bei einem seiner Begänge in den Hochlagen des Fichtelgebirges konnte er einen Auerhahn beobachten und mit seiner Digicam filmen. „Der Hahn flog ganz in der Nähe eines Wanderwegs auf. Sofort habe ich mich hinter einer Fichte versteckt. Nach einigen Sekunden war der prächtige Auerhahn noch so freundlich, in meine Richtung zu fliegen und sich auf einem Ast in etwa 30 Meter Entfernung nieder zu lassen“, erzählt Ronald Ledermüller. Das Video ist ein schönes und seltenes Dokument einer leider selten gewordenen Begegnung mit den seltenen Auerhühnern. Nicht ohne Grund ist unser Gebietsbetreuer häufig in den Hochlagen des Fichtelgebirges unterwegs, wo die Auerhühner leben. Der Gebietsbetreuer erklärt Wanderern und Mountainbikern gerne, dass hier diese seltenen Tiere leben. Deshalb sollte man unbedingt auf den Wegen bleiben. Denn auch im Sommer, während die Küken von der Henne großgezogen werden, sind die Tiere sehr störungsempfindlich. In ausgewiesenen Wildschutzgebieten besteht deshalb bis 30. Juni absolutes Wegegebot, d.h. das Verlassen der Wege ist zum Schutz der Tiere verboten. Man muss auch nicht ab vom Weg, um die Natur zu genießen. Denn mit etwas Glück kann man vielleicht auch als aufmerksamer Wanderer ein Auerhuhn vom Weg aus zu Gesicht bekommen. Flash ist Pflicht!
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