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Bärwurzwiesen im Fichtelgebirge - ein bäriger Genuss


Bärwurz
Bärwurz

Bärwurzwiesen im Fichtelgebirge -  ein bäriger Genuss
Wer kennt noch die Bärwurz? Sie ist ein weißblühender Doldenblütler, der wegen seines starken Aromas auch als magenstärkende Heil- und Gewürzpflanze bekannt ist. Die Bärwurz wächst am liebsten auf mageren Bergwiesen. Dann ist sie vor allem Anfang Juni mit ihren großen auffallend weißen Blüten zu erkennen. Viele Schmetterlinge, wie der Violette Feuerfalter, aber auch Heuschrecken, Kreuzotter und Vögel teilen den Lebensraum der Bärwurz.


Ätherische Öle in der Wurzel und den Samen der Bärwurz sind für den durchdringend-würzigen Geruch und Geschmack der Pflanze verantwortlich. Und daher kommt auch ihre anregende Wirkung. Gemeinsam mit Schafgarbe, Johanniskraut, Arnika und vielen anderen, gehört sie zu den Kräuterschätzen im Fichtelgebirge. Für diese essbaren Wild- und Heilkräuter will der Landschaftspflegeverband (LPV) im Naturpark Fichtelgebirge wieder Interesse wecken.


Zu den Aktionen, die der LPV vor allem in Nagel in diesem Jahr anbietet, gehören Kräuterwanderungen mit den örtlichen Kräuterfrauen, Pflegeaktionen der Bergwiesen mit Kindern und eine DVD mit örtlichen Wildkräuter-Köchen, die sich bei ihren Rezepturen mit der Würzpflanze Bärwurz filmen lassen.  Zudem will der LPV Bäckern und Metzger zur Verwendung der heimischen Kräuter anregen. Insbesondere die Bärwurz eignet sich hervorragend als Speisewürze oder als Wurzelgemüse. Diese inzwischen fast vergessene Zutat soll in der Region wieder an Bedeutung gewinnen. Verfügbar ist die Bärwurz durch einen gelungenen Anbau auf einer sandigen Ackerbrache in Nagel und durch die Nachzucht durch einen benachbarten Gartenbaubetrieb. 


Der LPV kümmert sich um die artenreichen Wiesen im Hohen Fichtelgebirge und vereinbart mit Landwirten die schonende Bewirtschaftung im Rahmen des Vertragsnaturschutzes oder der Landschaftspflege. Dazu gehört die Festlegung des richtigen Zeitpunkts für die Mahd und der Verzicht auf Dünger, sowie die Organisation von notwendigen Entbuschungsarbeiten. Später blühende Arten haben bei einem Mahdtermin im Hochsommer die Chance auszusamen und sich damit zu erhalten und zu vermehren. So können die typischen und artenreichen Bergwiesen im Fichtelgebirge erhalten werden.

 

Die Bärwurz im Fichtelgebirge ist einer von Bayerns "Ureinwohnern 2010". Mehr zu dieser Kampagne des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege e.V. finden Sie auf  der Seite www.bayerns-ureinwohner.de

 

Landrat Dr. Karl Döhler lässt sich am Tag der offenen Tür im Landratsamt Wunsiedel bei den Projektleitern Gudrun Frohmader-Heubeck und Ronald Ledermüller über die Bärwurz informieren.
Bärwurz-Kräuterwanderungen rund um Nagel mit den Herberia-Kräuterführerinnen Gabi Greger und Angela Zaus

Veranstaltung UrEinwohnerProjekt 2010 Bärwurz

Die Staatssekretärin Melanie Huml ist im August 2010 unser Gast auf einer Bärwurzwiese in Nagel. Ute Hilpert von den Kräuter-frauen Herberia stellt ihr die Heil- und Würzpflanze vor, Ronald Ledermüller interviewt die Staats-sekretärin zu den Bayer. UrEinwohnern. Die Szene wurde dabei von Tilman Reuter gefilmt und wird eine Sequenz in unser geplanten Bärwurz-DVD sein.
Die Staatssekretärin Frau Melanie Huml genießt zusammen mit Landrat Dr. Karl Döhler und Bürgermeister Theo Bauer, Nagel, einen Bärwurz-Hauptgang an einer schön dekorierter Tafel.
Die Kräuterführerinnen servieren Schweinemedallions auf Bärwurz-Kräutersoße mit Kartoffelplätzchen, gekocht von der Wildkräuterköchin Edda Pöllath.

Film

Die DVD „ Kochen mit Bärwurz“ können sie sichOpens internal link in current window hier anschauen


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