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Wälder Im FichtelgebirgeWaldgeschichte Die natürliche Waldzusammensetzung unterscheidet sich stark von den Wäldern, die heute das Fichtelgebirge prägen. Der Mensch hat die Wälder in den vergangenen Jahrhunderten stark genutzt, zeitweise auch übernutzt. Im Mittelalter blüten der Erzbergbau und die daran angeschlossene Verarbeitungsindustrie. Berwerksbauten, Schmelzöfen, Glashütten, Hammerwerke aber auch nicht zuletzt der hohe Bedarf an Brenn- und Bauholz für die wachsenden Städte zehrten den Wald im Fichtelgebirge Stück für Stück auf. Zeichnungen und beschreibungen vom 15. bis ins 18. Jahrhundert lassen darauf schließen, dass weite Teile der ursprünglich vorhandenen natürlichen Wälder verschwunden waren. Typische Waldgesellschaften und ihre Entwicklung Aufgrund seiner unterschiedlichen Klimaverhältnisse und der sehr vielfältigen Geologie kommen im Fichtelgebirge sehr unterschiedliche Waldgesellschaften vor. In den Hochlagen finden sich noch heute natürliche Fichtenwälder. Höhe und Durchmesser der Fichten, die beispielsweise im Gipfelbereich des Schneebergs zu finden sind, lassen kaum vermuten, dass diese Bäume zum Teil seit über 300 Jahre dem harten Klima trotzen. Die Hangbereiche wären von Natur aus Bergmischwälder aus Fichten, Buchen, Tannen und Bergahorn. Die Übernutzung der Wälder in früheren Jahrhunderten verdrängte die Buche und vor allem die Tanne weitgehend aus diesen Bereichen. Vor allem die Tanne hatte zudem unter den zum Teil überhöhten Wildbeständen zu leiden, die bereits zu Zeiten der Markgrafen von Bayreuth aber auch in späteren Zeiten zu verzeichnen waren. Forstbeschreibungen aus dem 16. Jahrhundert lassen zum Teil auf einen Anteil der Tanne an den Waldbeständen von bis über 20 Prozent schließen. Heute ist sie kaum mehr mit 4 Prozent in den Wäldern vertreten. Weitere Wichtige Baumarten der Bergwälder ist die Vogelbeere, die auch die Landschaft des Inneren Fichtelgebirges prägt. In der Selb-Wunsiedler Bucht würde von Natur aus in weiten Teilen die Buche dominieren. Heute dominiert auch hier die Fichte. Wo Streunutzung oder besondere Standortsbedingungen die Waldzusammensetzung beeinflussten können Kiefernwälder, gemischt mit Fichte, Birke und Pappel vorkommen. Auf trockeneren, kontinental geprägten Standorten, vor allem im Bereich des Selber Forstes, im Osten des Naturparkgebietes finden sich natürliche Schneeheide-Kiefern-Wälder. Wo nährstoffreichere Gesteine wie Basalt oder Marmor den Waldboden bilden und das Klima nicht so rau ist, finden sich weitere Baumarten: Stieleiche, Bergahorn und Esche. Entlang der Bach und Flussläufe würden Auwälder insbesondere aus Weiden, Erlen und Pappeln die Landschaft bestimmen. Die Bachtäler werden allerdings bis in die heutige Zeit vor allem als wertvolles Grünland genutzt. Ein Großteil der Auwälder ist heute verschwunden. Wo die landwirtschaftliche Nutzung nicht zu intensiv betrieben wird, entstanden anstelle der Auwälder wertvolle Grünlandbiotope mit einer reichen Fauna und Flora. Eine landschaftliche Besonderheit sind die Moore im Fichtelgebirge und die dort vorkommenden Wälder. Seit der Eiszeit konnten sich in einigen alten Hochmooren Moorspirkenwälder erhalten. In Niedermooren dominieren Moorbirken und Erlen. |
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